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Welcher LED-Prozessor für die digitale Anzeigetafel?

Was ein LED-Prozessor macht, wie viele Pixel Ihre LED-Wand wirklich hat und warum wir den Novastar COEX KU20 empfehlen: der Praxis-Guide für Vereine.

LemonScore

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Welcher LED-Prozessor für die digitale Anzeigetafel?

Zwischen dem Computer, auf dem die Scoreboard-Software läuft, und den LED-Modulen der Anzeigetafel sitzt ein Gerät, das über Bildqualität und Betriebssicherheit entscheidet: der LED-Prozessor (oft auch LED-Controller oder Sending Unit genannt). Bei Komplettangeboten ist er einfach dabei, wer aber selber baut, eine bestehende Wand übernimmt oder Offerten vergleicht, sollte die Unterschiede kennen.

Was macht ein LED-Prozessor überhaupt?

Eine LED-Wand ist kein Monitor. Sie besteht aus Cabinets mit LED-Modulen, die einzeln angesteuert werden. Der LED-Prozessor nimmt das Bildsignal des Computers entgegen (HDMI/DisplayPort), skaliert es auf die Pixelmatrix der Wand und verteilt es über Netzwerk- oder Glasfaserleitungen an die Receiving Cards in den Cabinets. Dazu regelt er Helligkeit, Farbkalibrierung und Refresh-Verhalten.

Diagramm der Signalkette: Laptop, LED-Prozessor, Receiving Cards, LED-Module

Zuerst rechnen: Wie viele Pixel hat Ihre Wand?

Die wichtigste Kennzahl bei der Prozessor-Wahl ist die Pixelzahl der Wand, denn jeder Prozessor hat eine maximale Ladekapazität. Sie ergibt sich aus Wandgrösse und Pixel Pitch: Wandbreite geteilt durch Pitch mal Wandhöhe geteilt durch Pitch.

WandgrössePixel PitchAuflösungPixel gesamt
3 × 2 mP6.67450 × 300ca. 135'000
4 × 2.5 mP6.67600 × 375ca. 225'000
4 × 2.5 mP5800 × 500400'000
5 × 3 mP41250 × 750ca. 940'000
8 × 4 mP3.9ca. 2050 × 1025ca. 2.1 Mio.

Zwei Faustregeln dazu:

  • Pro Gigabit-Netzwerkport schafft ein moderner Prozessor rund 650'000 Pixel (bei 8 bit und 60 Hz). Eine 4 × 2.5-m-Vereinstafel mit P6.67 hängt also bequem an einem einzigen Port.
  • Reserve einplanen: Wer die Kapazität knapp auslegt, kann später weder auf einen feineren Pitch wechseln noch die Wand erweitern. Die nächstgrössere Prozessor-Klasse kostet meist nur wenige hundert Franken mehr.

Eine typische Vereinstafel liegt zwischen 100'000 und 900'000 Pixeln, weit unter dem, was aktuelle Einstiegsgeräte laden können.

Die Novastar-Serien im Überblick

Novastar ist der Marktführer und die Referenz bei Bildqualität und Zubehör-Ökosystem. Für Vereins- und Stadionprojekte sind zwei Produktlinien relevant:

Taurus-TB-Serie (TB30, TB40, TB50, TB60): Multimedia-Player mit integrierter Sending Unit. Der TB50 lädt 1.3 Millionen Pixel, der kleinere TB30 650'000, der TB60 2.3 Millionen. Die TB-Geräte können Inhalte auch ohne angeschlossenen Computer abspielen (asynchroner Modus), was sie für reine Werbedisplays beliebt macht. Für den Spielbetrieb mit Live-Software laufen sie im synchronen Modus als klassische Sending Unit.

Novastar Taurus TB50: kompakter Multimedia-Player mit zwei Gigabit-LED-Ausgängen (TB30/TB40/TB60 im gleichen Gehäuseformat)

COEX-Serie (KU20, MX30, MX40 Pro): Die aktuelle Controller-Generation von Novastar, konfiguriert über die moderne VMP-Software (Vision Management Platform). Der KU20 ist das Einstiegsmodell im 19-Zoll-Format: 3.9 Millionen Pixel Ladekapazität, 6 Gigabit-Ports, HDMI-Eingang mit Loop-Ausgang, 10G-Glasfaser-Ausgang und ein Frontdisplay für Status und Schnellzugriff. Die MX-Modelle darüber richten sich an Rental- und Broadcast-Anwendungen.

Novastar COEX KU20: Frontansicht mit Statusdisplay, Drehregler und USB-Anschluss im 19-Zoll-Format Novastar COEX MX30: Frontansicht des 2-HE-Controllers für anspruchsvollere Projekte Novastar COEX MX40 Pro: Front- und Rückansicht mit 20 Ethernet-Ports und vier Glasfaser-Ausgängen

Daneben existieren mit Colorlight und Linsn zwei günstigere Alternativen. Colorlight liegt preislich oft 15 bis 20 Prozent unter Novastar und ist solide, das Ökosystem und die Verbreitung in der Schweiz sind aber kleiner, was Service und Ersatzteile schwieriger macht.

Unsere Empfehlung: Novastar COEX KU20

Für neue Projekte empfehlen wir den Novastar COEX KU20, aus vier Gründen:

  1. Massive Reserve: Mit 3.9 Millionen Pixeln Ladekapazität ist der KU20 für jede realistische Vereinstafel um ein Mehrfaches überdimensioniert. Pitch-Wechsel oder Wanderweiterung sind damit nie ein Thema.
  2. Verbreitung: Integratoren und Verleiher in der Schweiz arbeiten überwiegend mit Novastar, was Service und Ersatz einfach macht.
  3. Betriebssicherheit: Automatisches Helligkeits-Management, Kalibrierung auf Pixelebene und Cabinet-Monitoring sind in der COEX-Plattform sauber gelöst.
  4. Direkte Integration in LemonScore: LemonScore Pro verbindet sich direkt mit COEX-Prozessoren im lokalen Netzwerk. Die Helligkeit der LED-Wand lässt sich direkt aus der Scoreboard-Oberfläche regeln, und LemonScore überwacht laufend die Parameter der Wand (Temperatur, Spannung, Status der Cabinets), ohne separates Konfigurationstool am Spieltag.

Wichtig bei der Bestellung: Die COEX-Prozessoren arbeiten mit Receiving Cards der Novastar-Armor-Serie zusammen (A5s Plus, A7s Plus, A8s, A10s Plus-N, A10s Pro). Wer eine neue Wand offeriert bekommt, sollte explizit Armor-Receiving-Cards verlangen, sonst bleibt vom COEX-Komfort wenig übrig. Bei Komplettangeboten mit Novastar-Steuerung ist das in der Regel ohnehin der Fall, nachfragen schadet aber nicht.

Und wenn die Wand schon einen anderen Prozessor hat?

Kein Problem: LemonScore funktioniert mit jedem LED-Prozessor. Die Software liefert ein normales Bildsignal, das jede Wand entgegennimmt, egal ob Novastar VX, Taurus TB50, Colorlight oder Linsn dahintersteckt. Wer eine bestehende Anlage übernimmt, muss also nicht umrüsten. Die COEX-Integration mit Helligkeitsregelung und Monitoring aus der Scoreboard-Oberfläche ist Komfort, keine Voraussetzung.

Fazit

Der LED-Prozessor ist das Bindeglied zwischen Software und Wand, und der falsche Spar-Entscheid rächt sich hier zuerst. Rechnen Sie zuerst die Pixelzahl Ihrer Wand aus, planen Sie Reserve ein und setzen Sie bei Neuprojekten auf den Novastar COEX KU20 mit Armor-Receiving-Cards: die sicherste Wahl für Vereinsprojekte und die beste Kombination mit LemonScore. Bei Fragen zu einem konkreten Projekt melden Sie sich gerne, wir kennen die gängigen Setups aus der Praxis.

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