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Sponsoren finden für den Fussballverein: 7 Schritte

Sponsoren finden für den Fussballverein in 7 Schritten: lokales Gewerbe, Sponsoring-Anfragen bei Raiffeisen, Migros und Co., Anzeigetafel als Werbefläche.

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Sponsoren finden für den Fussballverein: 7 Schritte

Jeder Vorstand kennt das Problem: Die Ausgaben steigen, die Mitgliederbeiträge sind ausgereizt, und die immergleichen drei Gönner können nicht jedes Jahr mehr geben. Sponsoren zu finden ist für Fussballvereine überlebenswichtig, und gleichzeitig fühlt es sich oft wie Betteln an. Das muss es nicht. Wer Sponsoring als Gegengeschäft mit echtem Wert versteht, verkauft nicht Mitleid, sondern Sichtbarkeit. Dieser Beitrag führt in sieben Schritten von der leeren Sponsorenliste zum unterschriebenen Vertrag, mit den Adressen, bei denen Schweizer Vereine tatsächlich anfragen können, und mit der Werbefläche, die den Unterschied macht.

Schritt 1: Inventar machen, bevor Sie jemanden anfragen

Bevor Sie das erste Gespräch führen, brauchen Sie zwei Listen. Die erste ist das Inventar Ihrer Werbeflächen: Banden am Hauptplatz, Dress der ersten Mannschaft, Matchball, Matchprogramm, Website, Social Media, Festwirtschaft, und, falls vorhanden, die Anzeigetafel. Die zweite Liste sind Ihre Reichweitenzahlen: Zuschauer pro Heimspiel, Spiele pro Saison auf dem Hauptplatz (erste Mannschaft, zweite Mannschaft, Junioren), Newsletter-Abonnenten, Follower. Ein 3.-Liga-Verein mit 250 Zuschauern und 13 Heimspielen kommt allein mit der ersten Mannschaft auf über 3'000 Sichtkontakte pro Saison; mit Junioren- und Zweitmannschaftsspielen sind es schnell 8'000 bis 12'000. Diese Zahlen sind Ihr Argument, nicht die Vereinsgeschichte.

Ordnen Sie die Flächen in drei bis vier Stufen mit Preisen. Wie eine ausgefüllte Bronze/Silber/Gold-Vorlage für einen 3./4.-Liga-Verein aussieht, zeigt unser Beitrag Sponsoring-Pakete für den Fussballverein: Vorlage mit CHF-Preisen; die marktüblichen Bandenpreise stehen im Beitrag zu den Bandenwerbung-Kosten im Amateurfussball.

Schritt 2: Beim lokalen Gewerbe anfangen, nicht bei Grosskonzernen

Die Bäckerei am Dorfplatz, das Sanitärgeschäft, die Fahrschule, die Garage: Lokale Betriebe sponsern nicht wegen der Reichweite, sondern wegen der Verankerung. Ihre Kundschaft steht am Samstag am Spielfeldrand. Erstellen Sie eine Liste aller Betriebe, deren Inhaber oder Mitarbeitende einen Bezug zum Verein haben (Eltern von Junioren sind der beste Einstieg), und sprechen Sie diese persönlich an. Eine E-Mail-Aktion ersetzt kein Gespräch.

Zwei Adressen lohnen sich zusätzlich: der Gewerbeverein Ihrer Gemeinde (ein Auftritt an dessen Anlass erreicht 30 Betriebe auf einmal) und die Gemeinde selbst, die Vereinsinfrastruktur oft direkt oder über den Sportfonds mitfinanziert; wie das Gesuch funktioniert, steht im Beitrag zum Swisslos-Sportfonds.

Schritt 3: Schweizer Sponsoring-Anfragen bei Konzernen richtig einschätzen

Wer "Sponsoren finden Schweiz" googelt, landet bei den Sponsoring-Seiten der grossen Marken. Ehrlich gesagt: Für einen Amateurverein sind die meisten davon keine Geldquelle, aber einige haben regionale Programme, bei denen sich eine Anfrage lohnt. Wir haben die Seiten im August 2026 geprüft:

  • Raiffeisen: Das Sponsoring läuft nicht zentral, sondern über die lokale Raiffeisenbank, die Vereine, Anlässe und Initiativen in ihrer Region unterstützt. Dazu kommt die Crowdfunding-Plattform lokalhelden.ch, über die Vereine Projekte wie eine Anzeigetafel finanzieren.
  • Migros-Kulturprozent / Migros-Engagement: Die regionalen Genossenschaften fördern neben Kultur und Sozialem auch Freizeit und Sport. Gesuche laufen über das Portal Förderung beantragen, gefiltert nach Region und Thema.
  • Ovomaltine: Nimmt Anfragen für Anlässe nur über das standardisierte Sponsoringformular entgegen, unterstützt mit Produkten statt mit Geld und richtet sich an Anlässe mit jungen Familien und jungen Erwachsenen. Passt zum Juniorenturnier, nicht zum Bandenvertrag.
  • UBS: Die Sponsoring-Seite hält ausdrücklich fest, dass eine Ausweitung des Portfolios in absehbarer Zeit nicht geplant ist. Sparen Sie sich die Anfrage.
  • Swisscom: Gleiche Aussage, keine Erweiterung des Portfolios geplant. Das Engagement gilt den Nationalteams.
  • Zweifel, Intersport, Brack: Diese Marken tauchen in den Suchresultaten für Vereins-Sponsoring ebenfalls auf. Eine öffentliche Seite für Sponsoringanfragen konnten wir bei keiner der drei finden; wer anfragen will, tut das über das allgemeine Kontaktformular oder die nächstgelegene Filiale und rechnet eher mit Produkten und Ausrüstung als mit Bargeld.

Die Faustregel: Konzernanfragen sind ein Nebengleis für Turniere und Juniorenanlässe. Das Saisonbudget kommt vom lokalen Gewerbe.

Schritt 4: Pakete anbieten statt Beträge erbitten

"Wir suchen Sponsoren" ist kein Angebot. "Für CHF 800 pro Saison erscheint Ihr Logo bei jedem Heimspiel auf unserer LED-Anzeigetafel, auf der Website und im Matchprogramm" ist eines. Drei klare Stufen mit konkreten Gegenleistungen und Preisen machen die Entscheidung für den Betrieb einfach und schützen Sie vor endlosen Einzelverhandlungen. Die ausgefüllte Vorlage mit CHF-Preisen finden Sie im Beitrag zu den Sponsoring-Paketen.

Beispiel für Sponsoring-Pakete: Bronze, Silber und Gold mit Leistungen und Preisen

Ein Detail, das oft vergessen geht: die Produktionskosten. Eine Bande für CHF 350 pro Saison inklusive Druck bringt im ersten Jahr nichts ein. Weisen Sie Produktion separat aus oder verkaufen Sie Flächen, die keine Produktion brauchen.

Schritt 5: Die Werbefläche schaffen, die sich verkaufen lässt

Die klassische Blachen-Bande ist statisch, verwittert und ist nach drei Jahren unsichtbar geworden, weil sich alle daran gewöhnt haben. Ausserdem ist die Zahl der Banden am Platz endlich. Werbung auf der Anzeigetafel dreht das um: Bewegte Logos und wechselnde Banner ziehen Blicke an, mehrere Sponsoren teilen sich dieselbe Fläche, Premium-Partner erhalten die Tor-Animation oder die Matchuhr, und der Sponsor liefert nur eine Logo-Datei statt einer gedruckten Bande. Für den Verein heisst das: mehr verkaufbare Plätze auf derselben Fläche, ohne Produktionskosten.

Ein Platz auf der Anzeigetafel ist etwa das 1.5- bis 2-Fache einer Einzelbande wert; mit 8 bis 12 Sponsoren ist eine 3 x 2 m Wand in zwei bis drei Saisons bezahlt. Die ganze Rechnung steht im Beitrag Anzeigetafel durch Sponsoren finanzieren: Rechenbeispiel in CHF; den Unterschied zwischen Bande und LED-Fläche erklärt der Vergleich Bandenwerbung vs. LED-Anzeigetafel. Wie gross das Potenzial langfristig ist, rechnet unser Whitepaper zur Zukunft des Vereinssponsorings vor.

Schritt 6: Den Wert belegen, nicht behaupten

Sponsoren bleiben, wenn sie sehen, was sie bekommen. Ein einseitiges Sponsoring-Factsheet mit den Zahlen aus Schritt 1 wirkt professioneller als jede Hochglanzbroschüre und gibt dem Betrieb ein Argument gegenüber der eigenen Buchhaltung. Nach der Saison folgt der Nachweis: ein Foto der Bande, ein Screenshot der Anzeigetafel mit dem Logo, die Anzahl Einblendungen aus der Playlist, die Zuschauerzahlen. Wer den Nachweis unaufgefordert schickt, muss die Verlängerung meist gar nicht mehr verkaufen.

Nutzen Sie ausserdem Anlässe als Bühne: Grümpelturnier, Saisoneröffnung, Juniorentag bringen Publikum, das sonst nie auf den Sportplatz kommt. Bieten Sie Event-Sponsorings an (Naming, Festwirtschaft, Tombola) und bespielen Sie die Anzeigetafel in den Pausen mit Sponsoren-Videos statt mit einem schwarzen Bildschirm. Ein Anlass-Sponsoring ist für viele Betriebe der niederschwellige Einstieg, aus dem ein Saison-Engagement wird.

Schritt 7: Dranbleiben und Gegenseitigkeit organisieren

Der häufigste Fehler ist nicht die Absage, sondern das Versanden. Führen Sie eine einfache Liste: Wer wurde wann angefragt, wer hat was zugesagt, wann läuft welcher Vertrag aus, wer bekommt wann ein Dankeschön. Eine Stunde Pflege pro Monat schlägt jede einmalige Hauruck-Aktion.

Die stärkste Bindung entsteht, wenn der Verein zurückgibt: Vereinsrabatt beim Sponsor, Sponsoren-Apéro einmal pro Saison, Vorstellung des Betriebs im Matchprogramm oder auf Social Media. Wer seine Sponsoren wie Partner behandelt statt wie Geldgeber, verlängert Verträge fast von selbst. Ein Vertrag muss dabei keine fünf Seiten haben, aber Laufzeit, Kündigungsfrist, Exklusivität, Leistungsbeschrieb und ein MWST-Hinweis gehören hinein; ehrenamtlich geführte Sportvereine werden gemäss ESTV erst ab CHF 250'000 steuerbarem Umsatz pro Jahr steuerpflichtig, im Zweifel fragen Sie die Treuhandstelle.

Häufige Fragen

Wie viele Sponsoren braucht ein Amateurverein?

Das hängt vom Budget ab, nicht von einer Zielzahl. Ein 3./4.-Liga-Verein mit 10 bis 15 Bandensponsoren zu CHF 300 bis 650, zwei bis drei Dress- oder Hauptsponsoren und einer Handvoll Matchballpatronaten deckt typischerweise einen fünfstelligen Betrag pro Saison.

Lohnt sich eine Sponsoringanfrage bei UBS oder Swisscom?

Für Amateurvereine nicht: Beide halten auf ihren Sponsoring-Seiten fest, dass keine Erweiterung des Portfolios geplant ist. Regionale Programme (lokale Raiffeisenbank, Migros-Engagement der Genossenschaft) sind die realistischeren Adressen.

Was ist die beste Werbefläche für neue Sponsoren?

Die Fläche im Blickfeld: die Anzeigetafel. Sie wird bei jedem Tor angeschaut, braucht keine Produktion und lässt sich unter mehreren Sponsoren aufteilen. Die Bande bleibt das Basisprodukt, die Anzeigetafel das Upgrade.

Fazit

Sponsoren finden heisst: Inventar und Zahlen kennen, lokale Beziehungen nutzen, ein klares Angebot in Stufen machen und den Wert sichtbar liefern. Konzernanfragen sind die Ausnahme, das lokale Gewerbe die Regel. Eine moderne LED-Anzeigetafel ist dabei kein Kostenpunkt, sondern Ihr bestes Verkaufsargument, denn sie schafft die Werbefläche, die Sie verkaufen. Wie Vereine die Anschaffung finanzieren, zeigt unser Beitrag zum Swisslos-Sportfonds, und was die Anzeigetafel kostet, steht hier.

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